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2024-10-24 Neuer Zelebrationsaltar aufgestellt

Der neue Zelebrationsaltar in St. Franziskus in Zwillbrock

Im Oktober 2024 hat der Freundeskreis Barockkirche Zwillbrock e.V. aus Anlass seines 30-jährigen Bestehens der Kirchengemeinde einen neuen Zelebrationsaltar geschenkt. 

Dieses Geschenk geht einher mit der Erhebung des Zwillbrocker Karmeliterklosters zum Priorat, die ebenfalls 2024 erfolgte. Zudem soll mit dem neuen Altar an die Weihe des Kirchbaus von St. Franziskus in Zwillbrock vor 275 Jahren im Jahr 2023 erinnert werden. 

Mit diesem Projekt ging der lang gehegte Wunsch in Erfüllung, den provisorischen Altar aus den 1960er Jahren zu ersetzen. Der Altar mit seinen kubischen Formen nahm keine Rücksicht auf die historische barocke Ausstattung. Er besaß in der hölzernen Mensa eine sichtbare Kapsel mit einer Reliquie des heiligen Petrus Chanel und eine Marmorplatte mit den Salbungskreuzen samt einer eingelassenen, bisher unbekannten Reliquie. 

Der neue Altar sollte vor allem besser mit der wertvollen barocken Kommunionbank harmonisieren und sich gut in den Altarraum einfügen. Erste Gedanken und Entwürfe dazu gab es bereits 2006 von dem Restaurator und Kunstschreiner Christoph Müller aus Brühl, der die Zeichnung für einen barocken Altartisch mit Stilelementen der Kommunionbank vorlegte. Das Projekt wurde jedoch wegen anderer dringender Projekte immer wieder zurückgestellt.  

Nach der Renovierung der Kommunionbank im Jahr 2021 hat der Freundeskreis Barockkirche Zwillbrock den Faden erneut aufgenommen und die Verwirklichung des Projekts beschlossen. Möglich wurde das Vorhaben dann durch die tatkräftige Unterstützung des Vereins „Mit Hand und Herz e.V.“ aus Vreden - insbesondere durch den Tischler und Restaurator Heinz Weidenfeller, der den Altar nach traditionellen Maßstäben entworfen und gebaut hat. Der Altar wurde vollständig aus Eichenholz ausgeführt. In der Mensaplatte wurden die fünf Salbungskreuze aus Ebenholz als Intarsien eingelegt. 

Mit der Aufstellung des Altars war das Projekt allerdings noch nicht abgeschlossen. In seinem Unterbau befindet sich eine Nische, die durch eine Glasscheibe verschlossen ist. Aus der Mensa des alten Altars wurde die kleine Marmorplatte mit Reliquien entnommen und als Boden der Nische integriert. 

Für diese Nische wurde von Herrn Weidenfeller ein kleiner Holzschrein aus Kirschbaum gebaut, der die Reliquien beinhaltet. Zur Aufnahme von zwei runden Reliquienkapseln hat er hierfür außerdem Einlegesockel aus Ebenholz angefertigt. Vom Goldschmiedemeister Norbert van Ooyen aus Kevelaer wurde der Schrein dann mit Messingblechen ansprechend verkleidet sowie mit Elfenbeinelementen und Karneol-Steinen schmuckvoll ausgestattet.

Das Kästchen enthält Reliquien der heiligen Elisabeth von Thüringen, der heiligen Ursula und des heiligen Gereon aus Köln sowie des heiligen Petrus Chanel. Das Kästchen wurden in Münster mit dem Siegel von Bischof Dr. Felix Genn verschlossen.