Rückschau: Radwallfahrt Zwillbrock-Kevelaer 2015

Pilger in Kevelaer an der Gnadenkapelle vor dem Gnadenbild.

43 Teilnehmer der Radwallfahrt von Zwillbrock nach Kevelaer trotzten am Samstag und Sonntag Wind und Wetter. Die traditionsreiche Rad-Wallfahrt Zwillbrock-Kevelaer fand am 25. und 26. Juli 2015 zum 20. Mal statt.       

Am Anfang waren die Bedingungen ideal: Strahlender Sonnenschein, milde Temperaturen, kaum Wind. Die 43 Radpilger waren im Morgengrauen in Zwillbrock zur Gnadenkapelle nach Kevelaer aufgebrochen. Sie hatten sich von den bedrohlichen Wetterprognosen nicht abschrecken lassen. Bei der 4. Station in Marienbaum, die Pilger hatten die Rheinbrücke nach Rees schon lange hinter sich gelassen, gab der Himmel seinen Segen dazu. Regen und Sturmböen begleiteten die Pilger aus Ameloe, Ellewick, Lünten, Vreden und Zwillbrock auf den verbleibenden 25 Kilometern nach Kevelaer. Die Teilnehmer blieben gänzlich unbeeindruckt. Schließlich lautete das Motto der Wallfahrt: „Habet Vertrauen, fürchtet Euch nicht!“

Die Radwallfahrt von Zwillbrock nach Kevelaer gibt es bereits seit 1996. Ein Stammtisch aus Zwillbrock hatte vor zwanzig Jahren die Idee und fand in Bruder Hubert Müller tatkräftige Unterstützung für das Vorhaben. 22 Pilger waren es 1996, heute sind es doppelt so viele, die sich jedes Jahr Ende Juli auf den insgesamt 83 Kilometer langen Weg machen. Die Pilger machen an fünf Stationen halt. Unter anderem in St. Marien in Marienbaum. Hier werden die pilgernden Radfahrer inzwischen mit festlichem Glockengeläut begrüßt. Die indischen Schwestern entzünden Kerzen für sie. 

Kevelaer am Niederrhein gilt als der zweitgrößte Wallfahrtsort Deutschlands. Am Platz in der Kerzenkapelle haben sich Pilgergruppen aus der ganzen Welt auf Schildern verewigt. So kann man dort lesen, dass die Ahauser Gemeinde bereits seit 1720 in den kleinen Ort mit der Gnadenkapelle und der berühmten Basilika pilgern. Im gleichen Jahr wurde auch die Barockkirche St. Franziskus in Zwillbrock errichtet, von der die Pilger dieser Radwallfahrt jährlich aufbrechen.

„Diese Pilgerfahrt ist für uns Ausdruck der Gemeinschaft und des gemeinsamen Glaubens“, sagen Thea und Josef Zievering. Das Ehepaar feierte im letzten Jahr seine Goldene Hochzeit auf der Wallfahrt und ist von Anfang an dabei. Der älteste Teilnehmer der diesjährigen Fahrt allerdings war Anton Ostendorf. Der 78jährige ist ebenfalls ein langjähriger Mitpilger.

Fünf Stationen auf dem Weg bieten den Pilgern auf der Wallfahrt Erholung von den körperlichen Anstrengungen und Gelegenheit, innezuhalten und zu beten. Die erste Station ist traditionell Vragender. Diesmal kamen die Pilger pünktlich um sechs mit dem Angelusläuten an: absteigen, Luft holen, ein wenig Essen und Trinken. Eine kurze Besinnung, vorgelesen von Bruder Hubert, leitet in das gemeinsame Beten des Rosenkranzes über. In diesem Jahr konnte allerdings nicht am Kreuz vor Winnekendonk, der letzten Station vor Kevelaer, halt gemacht werden. Orkan Zeljko wütete schon zu stark.

Die Radwallfahrt von Zwillbrock nach Kevelaer ist eine kleine Wallfahrt, bietet aber immer besondere Höhepunkte. So erlebten die Radpilger  schon den Kardinal von München, Reinhard Marx, und den Kardinal von Utrecht in der Basilika von Kevelaer. Am Abend nach der Ankunft findet eine gemeinsame Lichterprozession mit anderen Pilgern statt. In diesem Jahr waren Pilger aus Gouda und anderen niederländischen Gemeinden sowie eine große Gruppe der Legio Mariens vom Niederhein dabei. Die internationalen Gläubigen feiern das Festhochamt in der Basilika am Sonntagmorgen gemeinsam.

Derartig spirituell und körperlich gestärkt konnten die 43 tapferen Pilger aus Zwillbrock am Sonntag den Rückweg antreten. Aufgebrochen bei strahlendem Sonnenschein kamen sie am Abend in strömendem Regen in Zwillbrock müde, aber zufrieden an. Eine kurze Andacht gemeinsam mit den Angehörigen und Freunden  bildete den festlichen Abschluss der Jubiläumswallfahrt.

Text: Cathren Landsgesell

(24.08.2015)

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